1973 fand der erste Russischkurs am LSI-Russicum statt. Seitdem hat das Landesspracheninstitut (LSI) in der RUB 40.000 Alumni sprachlich fit fürs Ausland gemacht. Die Jubiläumsfeier findet am 30. September statt.
Weltweit erfolgreich
Völker-Verständigung im direkten Sinn des Wortes, eines sprachlichen wie kulturellen Miteinanders, stellte nicht nur die hochschulpolitische Motivation dar, vor 40 Jahren in Bochum das LSI ins Leben zu rufen. Als „Lehrinstitut für die russische Sprache“ (Russicum) durch den damaligen Wissenschaftsminister und späteren Bundespräsidenten Johannnes Rau gegründet, war das Russicum das erste Institut und damit direkter Vorläufer des LSI, das sich die Vermittlung praktisch anwendbarer Russisch-Kenntnisse zur Aufgabe gemacht hatte. Als Kind der Entspannungspolitik in Zeiten, in denen es nahezu ausgeschlossen war, Russisch aktiv zu erlernen und anzuwenden, mit Menschen der damaligen Sowjetunion in Kontakt zu treten, bildete das Russicum eine einzigartige Insel, auf der Menschen unterschiedlichster Berufe, vom Diplomaten und Wirtschaftsmanager bis zum Studenten, sprachlich fit für einen Aufenthalt in der UdSSR und in Russland gemacht wurden. Mittlerweile gehören 17.000 Personen zum Alumnikreis des Russicum. In den 1980er Jahren folgten gleichartige Einrichtungen für Chinesisch, Japanisch und Arabisch, die 1993 zum Landesspracheninstitut zusammengefasst wurden. Seit 2007 gehört das LSI zur Ruhr-Universität Bochum und bildet dort einen zentralen Baustein modernen, hoch effizienten Sprachunterrichts in Intensivkursen und eine wichtige Säule des internationalen Profils der RUB.
Internationale Gäste
So breit wie die Palette der vielen Kursteilnehmer, so prominent ist die Liste der Jubiläumsgäste. Nach Bochum kommen nicht nur der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Wladimir Michailowitsch Grinin, der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums und deutsche Ex-Botschafter in Moskau Jörg von Studnitz. Auch der Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Helmut Dockter, NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödeke, führende Vertreter der ESA und zahlreiche bekannte deutsche wie ausländische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medienwelt nehmen an der Jubiläumsfeier teil.
Flexibilisierung und Individualisierung des Unterrichts
Tradition und Innovation. Unter diesen Stichworten findet sich das LSI heute wieder. Vor allem auf den Bereich neuer Medien und Lerntechnologien wird das LSI zukünftig sein Hauptaugenmerk richten, um eine Flexibilisierung und Individualisierung des Intensiv-Unterrichts vorwärts zu treiben. Ausgebaut werden die Bochumer Intensivkurse durch Angebote im eLearning. Damit wird das LSI zukünftig nicht nur durch seine Auslandskurse, sondern auch mit neuen Web-Anwendungen weltweit präsent sein.
Neue Institutsleitung
Sichtbar werden die Zukunftspläne auch im Wechsel in der Leitung des LSI: Nach nunmehr 22 Jahren als Geschäftsführender Direktor geht Dr. Jochen Pleines in den Ruhestand. An seine Stelle tritt Dr. Dr. h.c. Klaus Waschik, bis dato Geschäftsführer des Lotman-Instituts für russische Kultur der RUB und zwischen 2002 – 2005 Beauftragter des Landes NRW für die Wissenschafts- und Hochschulbeziehungen zur Russischen Föderation. Dr. Waschik leitet auch das Koordinationsbüro der Universitätsallianz Metropole Ruhr in Moskau, das sich die Förderung der Lehr- und Forschungsbeziehungen der drei Ruhrgebietsuniversitäten (TU Dortmund, RUB, Universität Duisburg Essen) zu Russland auf die Fahnen geschrieben hat.
Jubiläumsfeier
Wann? 30. September 2013, 18 Uhr
Wo? Landesspracheninstitut in der RUB, Laerholzstraße 84, 44801 Bochum
Programm
Begrüßung:
Prof. Dr. Elmar W. Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Grußwort:
Staatssekretär Helmut Dockter, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen
Festvortrag:
Dr. Ernst-Jörg von Studnitz, Botschafter a. D., Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums
Grußwort:
S. E. Wladimir M. Grinin, Botschafter der Russischen Föderation
Grußwort:
Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags des Landes Nordrhein-Westfalen
Schlussworte:
Dr. Jochen Pleines, Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum
Dr. Dr. h.c. Klaus Waschik, Landesspracheninstitut in der Ruhr-Universität Bochum
Moderation:
Dr. Hans-P. Merz, IHK Mittleres Ruhrgebiet